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Kriterien zur Aufnahme in die BISp-Expertendatenbank für sportpsychologische Betreuung und Beratung im deutschen Nachwuchsleistungs- und Spitzensport

Sie fragen sich sicher, nach welchen Kriterien wir sportpsychologische Experten und Expertinnen in unsere Datenbank aufnehmen. Zur Qualitätssicherung der sportpsychologischen Beratungs- und Betreuungstätigkeit im deutschen olympischen und paralympischen Spitzensport wurden gemeinsam mit der asp und dem DOSB / zks nachfolgende akademische und postgraduale Kriterien festgelegt:

Akademische Ausbildung 

  • Hochschulabschluss (MA / Diplom) in Psychologie, Sportwissenschaft, Master in Sportpsychologie oder akkreditierte akademische Master- oder Diplom-Abschlüsse in vergleichbaren Fachrichtungen. Die Prüfung erfolgt im Einzelfall.
  • Absolventen / Absolventinnen anderer Fachrichtungen oder Personen ohne akkreditierten Hochschulabschluss auf Masterniveau werden nicht zugelassen.

Postgraduale Grundlagen- und Expertisekompetenzen in der sportpsychologischen Beratung und Betreuung im Nachwuchsleistungs- und Spitzensport

Für eine sportpsychologische Betreuungs- und Beratungstätigkeit im Anwendungsfeld Spitzen- und Nachwuchsleistungssport sind nicht nur Basiskompetenzen sowohl in Psychologie als auch in Sportwissenschaft notwendig, sondern auch vertiefte Kenntnisse und Kompetenzen in der sportpsychologischen Beratung und Betreuung im Nachwuchsleistungs- und Spitzensport.

Einen zentralen Baustein zur Qualitätssicherung der sportpsychologischen Beratung und Betreuung im Nachwuchsleistungs- und Spitzensport bildet die postgraduale Fortbildung "asp-Curriculum Sportpsychologie im Leistungssport" der asp.

Im Oktober 2018 startete das asp-Curriculum in einer neuen, überarbeiteten Form. Alleiniger Ausbildungspartner ist nun das Center of Mental Excellence (CME), die Leitung der Ausbildungslehrgänge liegt bei CME (Dr. Chris Willis). Von CME werden zum Einstieg Online-Vorbereitungskurse in Psychologie / Sportwissenschaft angeboten. Parallel beginnt die 140 Stunden umfassende supervidierte Praxisphase. Diese läuft auch während der 230 Stunden umfassenden Modulserie "Sportpsychologisches Training und Coaching“ – dem Kernstück der Fortbildung – parallel weiter. Detaillierte Informationen sind hier zu finden www.ausbildungsportpsychologie.de/modulserie.php

Für die Aufnahme in die BISp-Expertendatenbank ist i.d.R. der Nachweis einer erfolgreichen Teilnahme an der Fortbildung "asp-Curriculum Sportpsychologie im Leistungssport*" oder von vergleichbaren Nachweisen (a - d) zu erbringen.

a) Vorbereitungskurse Sportwissenschaft und / oder Psychologie

b) Modulserie Sportpsychologisches Training und Coaching im Leistungssport

c) Praxisphase

d) Supervision / Intervision

* Der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem asp-Curriculum in alter Version wird dabei weiterhin anerkannt.

Ausnahmeregelungen

A

Nach Prüfung und Anerkennung der asp berechtigt seit 2016 der Abschluss "Master in Sportpsychologie" der Universität Halle /Saale ohne weitere Fortbildungsnachweise zur direkten Aufnahme auf der BISp-Expertendatenbank.

B

Für besonders erfahrene sportpsychologische Expertinnen und Experten kann die Aufnahme auf der Expertendatenbank ggf. über die Prüfung der u.a. Ausnahmeregelung erfolgen. Die Prüfung ist mit Einreichung der Bewerbungsunterlagen über die Bewerber/in formlos zu beantragen.

Die Prüfung seiner / ihrer eingereichten Bewerbungsunterlagen dokumentiert neben der geforderten akademischen Grundlagenqualifikation (s.o.):

  1. eine mindestens fünfjährige sportpsychologische Praxiserfahrung im leistungsorientierten Sport, die den geforderten Mindestumfang von 100 Stunden im geforderten Zeitraum deutlich übersteigt.*
  2. eine regelmäßige (> 100 Std.) sportpsychologische Arbeit mit Topkaderathleten /-athletinnen auf Verbandsebene bzw. im Rahmen der sportpsychologischen Betreuung an Olympiastützpunkten oder Landesstützpunkten o.ä.*
  3. eine wiederholte Referententätigkeit im Rahmen des asp-Curriculums Sportpsychologie im Leistungssport
  4. eine wiederholte sportpsychologische Referententätigkeit im Rahmen der Aus- und Fortbildung in Bundes- und oder Landessportverbänden
  5. eine mehrjährige Einbindung in sportpsychologische Forschungs- und / oder Transferprojekte des BISp oder in den DOSB-Betreuungsprojekten als betreuende(r) sportpsychologischer Experte / sportpsychologische Expertin.

* mindestens der Punkt (1) oder (2) der o.a. Zusatzkriterien muss erfüllt sein.

Die Prüfung erfolgt über das BISp in Abstimmung mit der Vorsitzenden / dem Vorsitzenden des asp-Ausbildungsbeirats, einen Vertreter des asp-Praxisservice sowie mit einen Vertreter des DOSB/zks. Ein einstimmiges Votum der Beteiligten muss vorliegen für die Befürwortung der Ausnahmeregelung.

Vor diesem Hintergrund erfolgt die Aufnahme in die BISp Expertendatenbank im Rahmen der Ausnahmeregelung für erfahrene sportpsychologische Expertinnen und Experten. Die Teilnahme an Kursen im Bereich der Grundlagen- oder Expertisekompetenzen des asp-Curriculums „Sportpsychologie im Leistungssport“ ist damit nicht erforderlich.

Diese Regelung gilt nur für die Erstaufnahme in die BISp Expertendatenbank. Die Bedingungen zum Verbleib auf der BISp-Expertendatenbank sind davon unberührt.




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